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papierqnst

der auslöser für meine papierqnst war ein buch. ein richtig schlechtes buch. ein erziehungsratgeber mit völlig unbrauchbaren, überheblichen, klugscheisserischen tipps. woher ich dieses buch hatte, weiss ich nicht mehr. bücher wegwerfen kann ich nicht und weiterverschenken wollte ich es auf keinen fall. also habe ich es in kleine stücke gerissen und in einer alten pfanne mit wasser sehr lange gekocht, püriert, mit kleister gemischt und versucht, aus dieser mischung eine papierschüssel zu formen. aus diesem einen versuch wurden dann viele mehr. nach dem buch habe ich angefangen, zeitungen zu verarbeiten, diese teilweise gefaltet, teilweise gekocht und püriert, teilweise mit tee, kaffee oder pigmenten gefärbt, teilweise ohne farbzusatz. entstanden sind ein paar schüsseln und bilder.IMG_1981IMG_2478

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flower power aus der backstube

Der grosse Nutellablumen-Hype überall im Internet ist auch an mir nicht vorbei gegangen. Mich dünkt, die halbe Welt steht momentan in der Backstube und fabriziert Blumen.

Als während der letzten Ferien meine beiden Kinder grippig im Bett lagen und sich einen Kuchen gewünscht haben, habe ich versucht, die beiden mit einer solchen Nutellakreation etwas aufzuheitern. Das Rezept habe ich unter „Nutellablume“ gegoogelt und die spezielle Falttechnik habe ich auf einem Youtube-Filmli abgeschaut. Das Resultat sah wunderbar lecker aus und schmeckte süss. Sehr süss! Die Kinder fanden es super und waren ganz schnell wieder gesund, mir persönlich war es viel zu süss…

Deshalb habe ich gefunden, ich versuche das Ganze noch einmal aber dieses Mal als salzige Version. Das Resultat hat übrigens auch meine süssen Kinder begeistert.

Für alle, die auch gerne mal einen salzigen Kuchen backen möchten, habe ich hier mein Rezept aufgeschrieben.

Teig:

500 g Mehl (je nach Vorliebe Dinkel- oder Weizenmehl, Weiss- oder Vollkornmehl)

1,5 KL Salz

1 KL Zucker

60 g Butter

15 g Hefe

3 dl Milch

Alle Zutaten mischen, lange und gut kneten und dann zugedeckt an der Wärme auf das Doppelte aufgehen lassen.

Füllung:

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 kleines Glas in Öl eingelegte Dörrtomaten

1 kleines Glas entsteinte Oliven

1-2 Peperoni

1 Pack Feta

Alle Zutaten sehr klein schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch in einer Pfanne mit wenig Öl kurz anschwitzen und dann alle anderen Zutaten beigeben, gut mischen und abkühlen lassen. Je nach Bedarf mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern würzen.

Dann den aufgegangenen Teig in 4 bis 6 Stücke teilen und diese zu Kreisen auswallen. (Als Schablone zum Beispiel ein rundes Kuchenblech verwenden.)

Den ersten Fladen auf das mit Blechpapier abgedeckte Backblech legen und mit ein paar Esslöffeln der abgekühlten Füllung bestreichen und dabei am Rand ca. 2 cm frei lassen. Den nächsten Fladen darauf legen und wieder mit Füllung bestreichen. Diesen Vorgang wiederholen. Der letzte Fladen ist der Deckel und wird nicht mehr bestrichen.

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Um eine Blumenform zu erhalten, stellt man nun ein Glas in die Mitte des obersten Fladens. Dieser runde Bereich wird nicht eingeschnitten.

Am Rand insgesamt 16 Schnitte durch den ganzen Turm machen. Also den Fladen erst halbieren, dann vierteln, achteln, sechzehnteln, ähnlich wie bei einer Torte, die man in Stücke schneidet. Die Mitte unter dem Glas wird nicht eingeschnitten.

Nun jeweils zwei benachbarte Teile in die Hände nehmen. Das linken Stück um 360 Grad nach links eindrehen und das rechte Stück um 360 Grad nach rechts drehen. Die beiden Enden drückt man dann zusammen. Diesen Vorgang mit allen eingeschnittenen Stücken wiederholen.

Den Kuchen mit Eigelb oder etwas Rahm bestreichen.

Die Blume im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen.

Dieses Gebäck schmeckt fein zusammen mit einem Salat oder mit einer Suppe, als Apéro oder auch einfach als Znüni.

En Guete!